Was ist die Schufa und warum ist sie so wichtig?

Die Schufa Holding AG (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist Deutschlands größte Wirtschaftsauskunftei. Sie sammelt Daten über das Zahlungsverhalten von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern und stellt diese ihren Vertragspartnern – vor allem Banken, Händlern und Vermietern – zur Verfügung.

Ein negativer Schufa-Eintrag kann dazu führen, dass Sie keinen Kredit erhalten, keine Wohnung mieten können oder beim Mobilfunkvertrag abgelehnt werden. Umso wichtiger ist es, die eigene Schufa-Akte zu kennen und zu verstehen.

Welche Daten speichert die Schufa?

Die Schufa speichert keine Daten wie Einkommen, Beruf oder Vermögenssituation. Gespeichert werden ausschließlich kreditrelevante Informationen:

  • Laufende und abgeschlossene Kreditverträge
  • Girokonten und Kreditkarten
  • Zahlungsausfälle und Mahnverfahren
  • Einträge aus Schuldnerverzeichnissen
  • Eidesstattliche Versicherungen und Insolvenzverfahren
  • Anfragen von Kreditgebern (Konditions- vs. Kreditanfragen)

Was ist der Schufa-Basisscore?

Der Basisscore ist eine Prozentzahl zwischen 0 und 100, die die allgemeine Kreditwürdigkeit angibt. Je höher der Wert, desto geringer das Ausfallrisiko aus Sicht der Schufa.

Score-BereichRisikobewertung
97,5 % – 100 %Sehr geringes Risiko
95 % – 97,5 %Geringes Risiko
90 % – 95 %Leicht erhöhtes Risiko
80 % – 90 %Erhöhtes Risiko
unter 80 %Hohes bis sehr hohes Risiko

Wie berechnet die Schufa den Score?

Die genaue Berechnungsformel ist ein Geschäftsgeheimnis der Schufa. Bekannt ist jedoch, dass folgende Faktoren eine wesentliche Rolle spielen:

  1. Zahlungshistorie: Wurden Raten und Rechnungen pünktlich bezahlt?
  2. Anzahl laufender Kredite: Viele gleichzeitige Verbindlichkeiten wirken negativ.
  3. Kreditanfragen: Zu viele Anfragen in kurzer Zeit senken den Score.
  4. Kontoverlauf: Langjährige, problemlose Kontoführung wirkt positiv.
  5. Negative Einträge: Zahlungsausfälle und Insolvenzverfahren drücken den Score erheblich.

Wie beantrage ich eine kostenlose Selbstauskunft?

Jede Person hat das Recht auf eine kostenlose Datenkopie gemäß Art. 15 DSGVO, einmal pro Jahr. Sie können diese direkt über die Webseite der Schufa (meineSCHUFA.de) beantragen. Prüfen Sie Ihre Daten regelmäßig auf Fehler – falsche Einträge können Ihren Score unnötig belasten.

Wie lange bleiben negative Einträge gespeichert?

Die Löschfristen variieren je nach Art des Eintrags:

  • Ausgeglichene Forderungen: 3 Jahre nach Begleichung
  • Kredit-Informationen: 3 Jahre nach vollständiger Rückzahlung
  • Insolvenzverfahren: 3 Jahre nach Beendigung des Verfahrens
  • Eidesstattliche Versicherung: 3 Jahre nach Abgabe